EU-Projekt ENGINE

„Steigerung der Energieeffizienz in kleinen und mittleren Unternehmen“

Projektname:

Energy Efficiency in Small and Medium Sized Enterprises

Auftraggeber:

Directorate-General for Energy and Transport (DG TREN) - Intelligent Energy Europe

Projektzeitraum:

Oktober 2007 - März 2010

ENGINE ist Teil des Intelligent Energy Europe Programms.  Mit ENGINE  sollen Lösungen zur Überwindung bekannter Hemmnisse für Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) überwunden werden. Dazu gehört Qualitätsstandards für die Durchführung von Effizienz-Checks in KMU zu entwickeln, Energieeffizienz-Berater aus- und fortzubilden, Informationskampagnen zu initiieren und eine Vielzahl von Energieeffizienz-Checks in allen teilnehmenden Ländern durchzuführen.

Vorrangiges Ziel ist es, industrielle KMU zur Implementierung von Energiemanagement zu motivieren und dadurch Energieeffizienzmaßnahmen anzukurbeln.

Die Ergebnisse der Energieeffizienz-Checks werden branchenspezifisch ausgewertet und als Case-Studies sowie Best-Practice-Beispiele veröffentlicht.

Ergebnisse:

Energiechecks wurden durchgeführt in Betrieben der Branchen Automotive, Metall- und Holzverarbeitung und im Lebensmittelsektor. Insgesamt wurde ein Energieeinsparpotential in den teilnehmenden Betrieben von durchschnittlich 19% ermittelt, wobei das Einsparpotential innerhalb der Branchen stark schwankt.

Im Rahmen der Energieeffizienzchecks wurden besonders Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz in den Bereichen HVAC (Heizung, Lüftung, Klimatechnik) ermittelt. Hierauf beziehen sich 35 % aller durch die Energieeffizienzberater vorgeschlagenen Maßnahmen gefolgt von Empfehlungen bei den industriellen Prozessen (18%).

Zusammenfassend sind folgende Kernaussagen möglich

  • Maßnahmen der Anlagentechnik wie Beleuchtung, Heizung, Lüftung, Klimatechnik (HVAC) besitzen in allen Bereichen außer bei der Holz- und Lebensmittelverarbeitung einen großen Anteil am Energieeinsparpotential. Der Unterschied bei der Holz- und Lebensmittelverarbeitung liegt vermutlich daran, dass diese Branchen im Vergleich zu den anderen einen signifikant höheren spezifischen Energieverbrauch und einen eingeschränkten Wärmebedarf besitzen.
  • Im Bereich Automobil/Automotive und Metallverarbeitung ist das Einsparpotential in den Bereichen Beleuchtung, HVAC und Druckluft besonders hoch. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass es für diese Aspekte ein vergleichbares Potential in den meisten Unternehmen in Europa gibt.
  • Weiteres signifikantes Einsparpotential befindet sich im Bereich der industriellen Prozesse. Es ist wahrscheinlich, dass hier weitere Einsparungen vorhanden wären, würden diese detaillierter in den Fokus gestellt. Die möglichen Einsparungen würden auf lange Sicht auch höher ausfallen, wenn Investitionen in neue Ausrüstungen, Systeme und Arbeitsmethoden umgesetzt würden.
  • Ein nicht zu unterschätzender Aspekt bei den Potentialen zur Senkung des Energieverbrauchs sind veränderte Einstellungen und Bewusstsein der Beschäftigten. Neben der technischen Ausrüstung sind Mentalität und Arbeitsroutinen von hoher Bedeutung. Durch Schulungsaktivitäten kann das Kernpersonal dazu beitragen, diese wichtigen Informationen in das Unternehmen zu tragen und zu energiesparendem Verhalten anregen.

Veröffentlichungen

Projektkonsortium

target GmbH, Deutschland, Koordinator

AGIMUS GmbH, Deutschland, Kontakt: corinna.sonnenberg@agimus.de

Austrian Energy Agency, Österreich

Ambiente Italia srl Istituto die Ricerche, Italien

KanEnergi Sweden AB, Schweden

Swerea IVF , Schweden

Energon Energie- und Umweltmanagement GmbH, Österreich

Severn Wye Energy Agency, Großbritannien

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