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Ausgangszustandsbericht

Die Industrieemissions-Richtlinie 2010/75/EU (engl. Industrial Emissions Directive, daher auch IED-Richtlinie genannt), hat die Vermeidung, Verminderung und Beseitigung der Umweltbelastungen für Luft, Wasser und BodenBoden
die obere Schicht der Erdkruste

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zum Ziel. Dazu hat der Gesetzgeber in der 9. BImSchV eine Änderung des Genehmigungsverfahrens vorgenommen, bei der Betreiber von IED-Anlagen in der Pflicht zur Erstellung eines Berichts über den Ausgangszustand von Boden und GrundwasserGrundwasser
alles unterirdische Wasser, das in unmittelbarer Berührung mit dem Boden oder dem Untergrund steht

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(kurz: AZB) sind, sofern in der betreffenden Industrieanlage „relevante“ gefährliche StoffeStoffe
chemische Elemente oder Verbindungen

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verwendet, erzeugt oder freigesetzt werden.

Ob Ihre Industrieanlage zu den IED-Anlagen zählt, ist aus der Verordnung über genehmigungsbedürftige Anlagen in der Tabelle der AnlageAnlage
Maschinen, Geräte, technische Einrichtungen, Betriebsstätten oder Grundstücke, auf denen Stoffe lagern oder Arbeiten durchgeführt werden, die Immissionen verursachen

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1 Spalte 4 der 4. BImSchV zu entnehmen.

Ein Ausgangszustandsbericht wird gefordert:

  • bei Neuerrichtung einer IED-Anlage,
  • für bestehende IED-Anlagen: sobald ein Änderungsantrag hinsichtlich der gesamten Anlage gestellt wird oder
  • für Anlagen, die erst aufgrund der Änderung der 4. BImSchV zu IED-Anlagen werden: ab dem 7. Juli 2015 im Rahmen gestellter Änderungsanträge.

Der Umfang des Ausgangszustandsbericht kann dabei aufgrund der Anlagengröße und Stoffrelevanz schwanken, beinhaltet aber grundsätzlich:

  • Informationen über die derzeitige Nutzung und, falls verfügbar, über die frühere Nutzung des Anlagengrundstücks sowie
  • Informationen über Boden- und Grundwassermessungen, die den Zustand zum Zeitpunkt der Erstellung des Berichts über den Ausgangszustand wiedergeben und die dem Stand der Messtechnik entsprechen.

Wurden nach dem 7. Januar 2013 auf Grund des Betriebs einer Anlage nach der IED-Richtlinie erhebliche Bodenverschmutzungen oder erhebliche Grundwasserverschmutzungen durch relevante gefährliche Stoffe im Vergleich zu dem im Bericht über den Ausgangszustand angegebenen Zustand verursacht, so ist der Betreiber nach Einstellung des Betriebs der Anlage verpflichtet, soweit dies verhältnismäßig ist, Maßnahmen zur Beseitigung dieser Verschmutzung zu ergreifen, um das Anlagengrundstück in jenen Ausgangszustand zurückzuführen. Als Vergleich wird hierzu ein erneuter Zustandsbericht Boden und Grundwassers zum Zeitpunkt der Betriebseinstellung erstellt.

Entsprechend unterstützt AGIMUS Sie bei der Erstellung eines Ausgangszustandsberichtes zur Vorlage bei Ihrer zuständigen Aufsichtsbehörde:

  • Zusammenführen von Standort-/ Anlageninformationen und evtl. vorangegangen Gutachten
  • Prüfung der Relevanz von den zu verwendeten, erzeugten oder freigesetzten Stoffen
  • Risikobewertung für Boden, Grundwasser
  • Auswahl von Erkundungs- und Analysemethoden
  • Erstellung eines Untersuchungskonzeptes
  • Behördenengineering (Detailabsprache mit Ihrer zuständigen Aufsichtsbehörde)
  • Ausschreibung an Geo- und Analysebüros
  • Begleitung von Bohr- und Messtätigkeiten
  • Erstellung des Abschlussberichtes zum Ausgangszustand von Boden und Grundwasser

Weiterführende Informationen

Ansprechpartner

AGIMUS GmbH
Telefon: 0531 25676-0
E-Mail: info@agimus.de


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